Atemnot – medizinisch Dyspnoe – kann sich sehr unterschiedlich äußern. Manche Menschen bemerken sie zunächst nur bei körperlicher Belastung, andere bereits bei alltäglichen Tätigkeiten.
Atemnot nicht einfach als Alterserscheinung abtun
Mit zunehmendem Alter kann sich die körperliche Leistungsfähigkeit verändern. Neu auftretende oder zunehmende Atemnot sollte jedoch nicht automatisch als normale Alterserscheinung betrachtet werden.
Wenn beispielsweise früher mehrere Stockwerke problemlos möglich waren und heute bereits wenige Treppenstufen zu deutlicher Atemnot führen, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Wann sollte Atemnot untersucht werden?
Eine pneumologische Abklärung kann insbesondere sinnvoll sein bei:
- zunehmender Atemnot bei Belastung
- Atemnot beim Treppensteigen
- eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit
- Atemnot bei alltäglichen Tätigkeiten
- nächtlicher Atemnot
- Atemnot zusammen mit Husten oder pfeifender Atmung
- neu auftretender oder zunehmender Leistungsminderung
- zunehmenden Beschwerden bei bereits bekannter Lungenerkrankung
Was passiert bei der Abklärung?
Je nach Beschwerden und medizinischer Fragestellung können beispielsweise eine Lungenfunktionsdiagnostik, Belastungsuntersuchungen, Sauerstoffdiagnostik, Laboruntersuchungen oder bildgebende Untersuchungen sinnvoll sein.
Entscheidend ist nicht nur festzustellen, dass Atemnot besteht, sondern die Ursache der Beschwerden möglichst genau einzuordnen.
Wann ist sofortige medizinische Hilfe notwendig?
Plötzlich starke oder rasch zunehmende Atemnot – insbesondere zusammen mit Brustschmerzen, Bewusstseinsstörungen, bläulicher Verfärbung oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes – sollte sofort medizinisch abgeklärt werden.


